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Referenten aus dem A.L.T. national und international
unterwegs
Welchen Stellenwert die EnergieRegion Aller-Leine-Tal mittlerweile
einnimmt, zeigen die Anfragen nach Vorträgen von Vertretern aus der
Region. Herr Thomas Altmann war kürzlich in Zürich (Schweiz), Herr Dr.
Stefan Dreesmann in Wien (Österreich) und Hildesheim sowie Herr Cort-
Brün Voige in Hamburg, Bremen und Faßberg unterwegs. Gefragt sind die
speziellen Entwicklungen und Perspektiven im Bereich der Erneuerbaren
Energien. Aber auch das Klimaschutzteilkonzept, Energieeinsparung sowie
die Themen Bürgerbeteiligung und Netzwerkbildung werden nachgefragt.
Eine weitere Einladung für November nach Berlin liegt aus dem
Bundesumweltministerium vor. Der Austausch mit Akteuren aus anderen
Regionen zeigt, dass das A.L.T. in mehreren Bereichen führend ist, in
einigen Bereichen, insbesondere dort wo es um den Einsatz großer
finanzieller Mittel geht, Nachholbedarf hat. In Niedersachsen gehört das
A.L.T mit seinen Energieaktivitäten zu den „TOP 5 – Energie-Regionen“.
Energieberatung in Schwarmstedt
Nach Beendigung der Sommerpause wird das Angebot der
Verbraucherzentrale Walsrode in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe
Erneuerbare Energien im A.L.T. fortgesetzt: Die unabhängige
Energieberatung für Wohngebäude wird an jedem 1. und 3. Mittwoch im
Monat im Uhle Hof in Schwarmstedt von 15 – 18 Uhr angeboten.
Anmeldungen vorab bitte im Bürgerbüro Schwarmstedt unter Tel. Nr.
05071/809-0. Es wird eine Kostenpauschale in Höhe von € 5 je Beratung
erhoben. Ein anschließender Vor-Ort-Check kann vereinbart werden.
3. Kongress der „100% Erneuerbare Energie Regionen“
Am 27. und 28. September fand in Kassel der 3. bundesweite Kongress der
100% Erneuerbaren Energie Regionen statt. Es handelt sich um den
deutschlandweit größten Kongress zum Thema Erneuerbare Energien. Mehr
als 800 kommunale Entscheidungsträger, Unternehmer und Wissenschaftler
tauschten sich über die Chancen und Herausforderungen der dezentralen
Energiewende aus. Aus dem A.L.T. nahmen drei Vertreter teil. Hier wurde
erneut deutlich, dass Kommunen und regionale Unternehmen die zentralen
Gestalter der Energiewende sind. In Deutschland haben sich allein 118
Regionen mit insgesamt 17,8 Mio. Einwohnern das Ziel einer vollständigen
Versorgung aus regenerativen Energien gesetzt.
Charta der 100% Erneuerbare Energie Regionen
Im Rahmen des Kongresses in Kassel wurde von vielen Teilnehmern ein
Bekenntnis zur regionalen Energiewende abgelegt. Eine gemeinsame
Charta der 100% EE-Regionen wurde vorgestellt und zur Unterschrift
vorgelegt. Zu den offiziellen Erstunterzeichnern im Rahmen des Kongresses
gehörte unter anderem Bürgermeister Cort-Brün Voige (Samtgemeinde
Rethem/Aller) aus dem Aller-Leine-Tal Die Charta ist unter
http://www.100-ee.de/index.php?id=227&no_cache=1 einzusehen und
kann dort online unterzeichnet werden.
Energiegenossenschaft Aller-Leine-Tal
Leider kann hier noch immer kein Vollzug gemeldet werden: Die
Mantelgenossenschaft mit dem Namen „Energiegenossenschaft Aller-Leine-
Tal eG“ besteht seit dem Frühjahr und wird vorläufig durch drei Mitarbeiter
der Volksbank Lüneburger Heide eG vertreten. Die erste von der
Energiegenossenschaft zu betreibende Photovoltaikanlage ist ebenfalls
installiert und wird treuhänderisch von den Stadtwerken Walsrode im
Bestand gehalten. Um zur offiziellen Gründungsversammlung einladen zu
können, fehlen noch einige formale Voraussetzungen. Die Kreissparkasse
Walsrode, die auch die kaufmännische Geschäftsführung übernehmen wird,
arbeitet mit Nachdruck auf die Gründungsversammlung hin. Sie ist für den
Herbst dieses Jahres geplant. Die Vorstandspositionen und die
Aufsichtsratspositionen sollen dort besetzt und eine Satzungsänderung
beschlossen werden. Diese wird die Punkte enthalten, die im letzten Jahr
von den Gründungsinitiatoren erarbeitet wurden. Nähere Informationen zur
Gründung werden rechtzeitig über diesen Verteiler bekannt gegeben.
Energiestudie für das A.L.T.
Die Energiestudie für die 8 (Samt)Gemeinden im A.L.T. ist nahezu
abgeschlossen. Anfang Oktober findet noch eine letzte Sitzung der
Lenkungsgruppe statt. Nach Vorlage der Studie soll möglichst schnell mit
der Umsetzung der ersten konkreten Vorschläge begonnen werden. Auch
sind konkrete quantitative und zeitliche Vorgaben durch Beschlüsse in den
8 (Samt)Gemeinderäten vorgesehen um eine höhere Verbindlichkeit für das
Erreichen des gemeinsam festgelegten Ziels zur Entwicklung einer „100%
Erneuerbaren Energie Region plus“ zu erhalten. Beim Stromverbrauch
befindet sich die Region bereits auf einem sehr guten Weg, im Bereich der
Heizenergie ist das Ziel ambitioniert. Hier erwarten wir für die nächsten
Jahre die Umsetzung mehrerer - auch innovativer - Projekte.
Internationale Grüne Woche Berlin 2012 (IGW)
Die IGW 2012 wirft ihre Schatten voraus: Der Heidekreis wird mit einem
großen Stand vertreten sein und bietet mehreren Regionen für jeweils 2
Tage an, sich dort mit den regional wichtigen Themen zu präsentieren. Das
A.L.T. wird sich am Fr. 20. und Sd. 21. Januar als „EnergieRegion“
darstellen. Da die konkreten Planungen erst jetzt starten, ist es eine
sportliche Herausforderung in der Kürze der Zeit einen energiegeladenen
Auftritt vorzubereiten. Wir sind aber sicher, diese Aufgabe gut zu
bewältigen und den Gästen der Grünen Woche einen guten Überblick über
die Aktivitäten in unsere EnergieRegion zu verschaffen.
100% Erneuerbare - das Ziel für 2011 im Strombereich 93% (+ 2% gegenüber dem letzten Quartal) ist der aktuelle Stand: so viel
des im A.L.T. verbrauchten Stroms produzieren die im A.L.T. installierten
regenerativen Kraftwerke rechnerisch bereits aus erneuerbaren Quellen.
Insbesondere Windkraft und Biogas leisten einen großen Beitrag, aber auch
Wasserkraft und neuerdings auch ein nennenswerter Anteil aus Solarstrom
sind in diesem Mix vertreten. Bei Erreichen der 100% planen wir eine
kleine Veranstaltung um dieses Ereignis entsprechend zu feiern.
Bürgerwindrad „Alwine“ – Repowering
Die Prüfungen, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, das Bürgerwindrad ALwine
in Suderbruch in 2012 zu repowern laufen auf Hochtouren. Zwei
Windgutachten liegen vor, Wirtschaftlichkeitsberechnungen werden erstellt,
die rechtlichen Rahmenbedingungen werden geprüft. Zur Gesellschafterversammlung
wurde für den 26. Oktober eingeladen um über ein
Repowering zu beschließen. Sofern ein entsprechender Beschluss gefasst
wird, werden weitere Eigenmittel benötigt die vorrangig den Bürgerinnen
und Bürgern aus dem A.L.T. angeboten werden sollen. Informationen
hierzu werden wir über diesen Verteiler rechtzeitig bekannt geben.
Solarbundesliga - Siegerehrung
Die persönliche Siegerehrung der für erstplatzierten Gemeinden aus dem
A.L.T. ist in diesem Jahr im Rahmen einer Feier anlässlich des Erreichens
des 100%-Ziels vorgesehen (s. den Bericht: 100% Erneuerbare – das Ziel
für 2011 im Strombereich).
Was sich außerhalb des Aller-Leine-Tals tut:
Der Landkreis Lüneburg denkt um
(Ini) Der Landkreis Lüneburg will langfristig seinen kompletten
Energiebedarf aus alternativen Energiequellen decken. Wie der Weg dahin
aussehen könnte, prüft derzeit eine Studie der Leuphana Universität, in die
die Kommunen eingebunden werden sollen. Noch liegt der Anteil
regenerativer Energien im Landkreis bei rd. 30%. Denkbar sei auch ein
regionaler Anbieter, der die Angebote für erneuerbare Energien bündelt
und ins Netz einspeist, sagte Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) am 29.
August.
Heizeigenschaften (Brennwerte) von Brennholzarten
Für die bevorzugten Brennholzarten in unserer Region werden die
Brennwerte je Raummeter (ofenfertig) wie folgt angegeben:
| Buche: | 2.100 kWh | Birke: | 1.900 kWh |
| Kiefer: | 1.900 kWh | Fichte: | 1.700 kWh |
Zum Vergleich: 10 kWh entsprechen ca. 1 Liter Heizöl oder 1 cbm Erdgas.
Der Heizwert eines Raummeters Buchenholz ist gleichzusetzen mit dem
Heizwert von 0,66 cbm Pellets.
Ökostrom erreicht Marktanteil von über 20%
(dpa) Erstmals stammt ein Fünftel des deutschen Energiemix aus
erneuerbaren Energien. In den ersten sechs Monaten des Jahres deckte
Ökostrom 20,8% oder 57,3 Mrd. Kilowattstunden des deutschen Bedarfs,
wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am 29.
August mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 18,3% oder 50,4
Mrd. Kilowattstunden gewesen. Mit 7,5% stammte der größte Teil des
Ökostroms den Angaben zufolge aus der Windkraft. Es folgen Biomasse
(5,6%), Photovoltaik (3,5%) und Wasserkraft (3,3%)
Strom Export bleibt hoch
(dpa) Deutschland hat im ersten Halbjahr 2011 mehr Strom exportiert als
aus dem Ausland eingeführt – trotz des Atom-Moratoriums und insgesamt
acht abgeschalteter Atommeiler. Nach Angaben des Statistischen
Bundesamtes vom 20.9.2011 wurden in den ersten sechs Monaten des
Jahres 23,9 Terawatt-Stunden (TWh) über die europäischen Stromnetze in
die Bundesrepublik eingeführt. Im gleichen Zeitraum wurden 27,9 TWh
ausgeführt. Damit bleibt Deutschland Netto-Exporteur.
Abriss kostet 18 Milliarden Euro
Der Abriss der deutschen Atomkraftwerke wird die vier deutschen
Reaktorbetreiber mindestens € 18 Mrd. kosten. Das ist das Ergebnis einer
Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL). Die deutschen
Kraftwerksbetreiber EON, RWE, EnBW und Vattenfall haben bereits hohe
Rückstellungen für den Rückbau der Reaktoren gebildet. Der Abriss der 17
Kernkraftwerke wird sich über Jahrzehnte erstrecken.
Hoher Zubau von Photovoltaikanlagen senkt die Kosten
Wussten Sie, dass es unter den aktuellen Rahmenbedingungen möglich ist,
die Vergütung für PV-Anlagen bis 2014 auf 12,01 ct. zu senken? Hierfür ist
ein jährlicher Zubau einer Nennleistung von mehr als 7,5 Gigawatt
erforderlich. Durch den im EEG eingeführten „atmenden Deckel“ greift dann
eine jährliche Degression bei der Einspeisevergütung von 24% und führt zu
diesen niedrigen Vergütungssätzen. Dieses wäre ökologisch und volkswirtschaftlich
(große Investitionen, Wertschöpfung) ein doppelter Gewinn.
Mit energiegeladenen Grüßen
aus der EnergieRegion Aller-Leine-Tal
Oktober 2011
V.i.S.d.P: Projektgruppe Erneuerbare Energien im Aller-Leine-Tal,
Cort-Brün Voige, 27336 Häuslingen, Ludwigslust 3, eMail: cbv@haeuslingen.de
Die Projektgruppe im Internet: www.alt-energieprojekt.haeuslingen.de
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